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2018
Reisebericht
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Die Schülergruppe des Theresiengymnasium
Ansbach, begleitet von Dagmar Herbert und
Reinhard Erbes, unser Platz 1., präsentierte sich mit einem „All-
rounder“ bestehend aus einem Reiseführer, einem selbstent-
worfenen Armbändchen, einem WhatsApp-Chatprotokoll der
„Römer“, einer Fotochallange „Schlafbild”, einer Diashow, ei-
nem Quiz und natürlich die Dokumentation der Feier danach.
Eine beeindruckende Leistung. Herzlichen Glückwunsch!
Das Leporello „mit Kuscheltier durch Rom“ zeigt eine Bilderserie...
der anderen Art:
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1.
albaTours: Armando und Vincenzo, erst einmal vielen
Dank, dass Ihr Euch Zeit genommen habt für uns. Warum
sprecht Ihr eigentlich so gut deutsch?
Armando:
Ich habe es mir selbst beigebracht in all den
Jahren. Schon immer kamen viele deutsche Besucher
an den Golf von Neapel und zu uns auf den Vesuv.
Vincenzo:
Ich habe als Kind mit meiner Familie ein paar
Jahre in Deutschland, in der Nähe von Hagen gewohnt.
albaTours: Der Vesuv bestimmt das Leben der Familie Parlato,
seit wann seid Ihr als Bergführer tätig und wie oft habt Ihr den Vulkan
schon bestiegen?
A:
Schon mein Opa führte vor dem 2. Weltkrieg die ersten Touristen
auf den Vulkan, mein Vater und ich traten in seine Fußstapfen und
natürlich bin ich besonders stolz, dass meine Kinder und Neffen diese
Tradition fortführen. Mein Opa starb übrigens auf demVesuv, als er mit
einer Gruppe amerikanischer Soldaten kurz nach dem Krieg unterwegs
war und bei schlechter Sicht in eine Felsspalte fiel. Ich bin jetzt 66 Jahre
alt und führe seit 50 Jahren Gruppen zum Krater. Geschätzt war ich
schon 35.000 Mal dort oben, davon waren rund 2.000 Gruppen von
albaTours.
albaTours: Der Vesuv gilt als einer der gefährlichsten Vulkane der Welt.
Ihr wisst doch bestimmt, wann der nächste Ausbruch sein wird?
V:
In der Tat ist der Vesuvio sehr aktiv und die Frequenz der Erschütte-
rungen nimmt zu. Aber keine Angst, der Vesuv ist auch der am besten
beobachtete Vulkan der Welt. Einen möglichen Ausbruch werden wir
rechtzeitig mitbekommen. Noch nicht geklärt ist, ob es eine Verbin-
dung zum Vulkankrater der Solfatara in Pozzuoli gibt. Falls dies der
Fall sein sollte, wäre dies ein Ventil für den Vesuv und der nächste Aus-
bruch nicht so stark.
A
(lacht)
:
Manchmal wackelt der Stuhl, auf dem ich sitze und dieses
Wackeln wird immer öfter. Aber das kann auch anmeinemAlter liegen.
albaTours: Man sagt, dass die Menschen, die am Vesuv wohnen, eine
ganz eigene Lebenseinstellung und einen besonderen Humor besitzen.
Wie lässt sich dies beschreiben?
A:
Wir werden mit der Gefahr geboren, sie ist unser ganzes Leben lang
ein fester Bestandteil. Trotzdem möchte niemand von hier
wegziehen, wir sind stolz auf unsere Lebensweise und die
besonderen Lebensumstände. Und natürlich darf man
auch nicht vergessen, dass wir einen sehr fruchtbaren
Boden besitzen, der vor allem einen hervorragenden
Wein wachsen lässt. Auch der Wein trägt dazu bei, dass
unsere Lebensfreude nie enden wird.
albaTours: Apropos Lebensfreude: Dass Ihr viel Humor be-
sitzt, ist unschwer zu erkennen. Was waren eure lustigsten
Erlebnisse mit unseren Gruppen in all den Jahren?
V:
Einmal bin ich zu einer Schulgruppe von Euch in den Bus gestie-
gen und habe die ersten Minuten nur spanisch gesprochen. Die Schüler
haben nur verdutzt geschaut, eine Lehrerin stand auf und beschwerte
sich, sie hätten eine Führung auf Deutsch gebucht. Als ich meinen Spaß
aufklärte, haben alle laut gelacht. Zum Glück hat die Gruppe und auch
die Lehrer das alles mit Humor genommen.
A:
Manchmal verkleide ich mich als Araber und erzähle der Gruppe,
dass Armando heute frei hat und dafür Abdullah die Führung macht.
Dies sorgt auch immer für Erheiterung. Unser Motto ist in allen Le-
benslagen: Mit Humor und einem Lächeln geht alles leichter, machen
auch mühsame Dinge Spaß.
albaTours: Was ist das Besondere an den Führungen mit Jugendlichen?
A
(lächelt)
:
Bei Jugendgruppen fühle ich mich wieder jung…
V:
ImGegensatz zu vielen Erwachsenengruppen sind die Schüler in der
Regel aktiver, interessierter und auch schneller. Man merkt, wie die Ju-
gendlichen die Informationen regelrecht aufsaugen und verinnerlichen.
Die Wanderung durchs Valle del Inferno, das ist für Schüler die Kö-
nigsetappe!
albaTours: Wir haben einen sehr schönen und unterhaltsamen Abend mit
Euch verbracht und viele tolle Eindrücke von Euch und eurer Arbeit be-
kommen, herzlichen Dank dafür!
A:
Mit uns kann man immer Spaß haben, bitte grüßt unsere vielen
Freunde in Österreich, der Schweiz und Deutschland von uns. Wir
freuen uns immer über euren Besuch!
Seit fast 30 Jahren erleben unsere Gruppen den Vesuv mit Armando Parlato, seinen Kindern Gabriella
und Stefano, seinem Bruder Antonio sowie dessen Söhne Vincenzo und Gianmarco.Wir haben
Armando und Vincenzo zu einem Interview in ihrer Heimatstadt Boscotrecase am Fuße des Vesuv
getroffen und durften uns von der Lebensfreude und dem Humor der Vesuvführer anstecken lassen.
Partner vorOrt
Die Familie Parlato und der Vesuv
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2.
Mit ihrer Klassen-
fahrt Äolische
Inseln hat die
Studienfahrtgruppe
des Gymnasiums
im Alfred-Grosser-
Schulzentrum Bad
Bergzabern –
organisiert von
Christian Schilling –
mit einem
25-minütigen Film
über die Reise mit
Schwerpunkt
Vulkanismus den
2. Platz belegt.
Auf sehr beein-
druckende Weise,
zeigen sie die geo-
logischen Besonder-
heiten und Natur-
reize des Reiseziels.
Der Aufstieg auf
den Stromboli und
Vulcano sind her-
vorragend in Szene
gesetzt worden.
Verschiedene
Stimmungsbilder,
Sonnenuntergänge
im Zeitraffer, sprit-
zende Gischt bei
den Fährüberfahr-
ten, Marienkäfer auf
Steinen, alles unter-
legt mit stimmungs-
voller, passender
Musik, machen
dieses Reisevideo
zu einem visuellen
Leckerbissen.
Herzlichen Dank!
Foto: fotolia/nasared